Ssh
bietet die Möglichkeit, sich über unsichere Verbindungen
sicher auf entfernten Rechnern einzuloggen. Dabei wird nicht nur der
Datentransfer, sondern auch das Passwort verschlüsselt.
Das Verfahren ist ähnlich dem von
PGP und wird
hier nicht erklärt. :-)
Ähnlich PGP kann auch Ssh mit Public Keys betrieben werden, wie
bei PGP ist es auch hier möglich und ratsam den Private-Key mit
einer Passphrase zu schützen. Damit nun nicht bei jedem ssh-Aufruf
die Passphrase eingegeben werden muß, kann man den ssh-agent verwenden,
der die Schlüssel verwaltet. So muß man die Passphrase via
ssh-add nur noch einmal eingeben. Das geht auch automagisch beim Login
unter X via Eintrag in die .xsession. Wie das funktioniert, wird jetzt
und hier erklärt.
Wie wird's gemacht?
Erzeugen eines eigenen Schlüsselpaares mit
ssh-keygen,
unbedingt eine Passphrase setzen.
Mit cd .ssh in das
ssh-Verzeichnis wechseln und den öffentlichen
Schlüssel mit cat identity.pub >> authorized_keys in die Datei
authorized_keys kopieren.
Mit cd ~
wieder ins Homedirectory wechseln. Dort mit
mv .xsession .xsession.ssh
die alte .xsession retten. Sollte es keine .xsession geben,
gibt es eventuell eine .xinitrc. Dann diese kopieren.
Wenn es beide nicht gibt, wird wohl die systemweite xinitrc
aufgerufen, die kann man sich dann kopieren.
Eine neu .xsession erzeugen, z.B. mit
vi .xsession. Der Inhalt sollte ungefähr
so aussehen:
Wenn man sich via X einloggt (xdm), wird die .xsession gestartet, diese
startet den ssh-agent, der dann die eigentliche .xsession.ssh ausführt.
Die fragt dann nach der Passphrase für den Ssh-Private-Key. Jetzt
kann man mit ssh jederzeit auf andere Rechner gehen, ohne daß man
ein Passwort eingeben muß.
Gefahren:
Wenn an einem X-Terminal gearbeitet wird ist es natürlich für
jeden, der zwischen dem X-Terminal und dem Rechner, auf dem die
.xsession läuft sitzt, leicht, die Passphrase abzuhören. Deshalb
ist eine Workstation, an deren Konsole man arbeitet vorzuziehen.
Wenn man seinen Xserver falsch konfiguriert hat, also auf den Einsatz
von xauth verzichtet, kann prinzipiell jeder von außerhalb
Tastendrücke mitloggen und so an die Passphrase kommen.`