Da wir auf i386-Architekturen unter Linux meist das DOS-Partitionierungsschema einsetzen, kann es maximal 4 primäre Partitionen geben. DOS/Windows braucht eine primäre Partition zum starten, Linux kommt auch mit einer sogenannten 'logischen' Partition zurecht. Logische Partitionen werden erzeugt, indem eine primäre Partition als 'erweiterte' Partition mrkiert wird und dann in deren Speicherplatz weitere Partitionen angelegt werden.
Die Partitionierung ist eines der strittigsten Themen unter Linuxanhängern. Es gibt verschiedene Strategien basierend auf verschiedenen Annahmen:
| Eine Partition für alles | Standardeinstellung bei aktuellen Distributionen
wenig Verschnitt wenig Planungnötig bei einem Filesystemproblem wird oft das ganze System unbrauchbar |
| Eine Partition für jede Aufgabe | viel Verschnitt
mit DOS-Partitionen nur beschränkt umsetzbar sorgfältige Planung vorausgesetzt Nachteile können durch LVM aufgehoben werden |
| Eine Partition für feste Daten, eine für variable | Das System hat bessere Chancen nach einem Absturz wieder hochzufahren, da sich die Betriebssystemdaten
fast nicht ändern
Symlinks nötig, dadurch auch mehr Wissen über die Systemarchitektur |
| Traditionell | LVM |
|---|---|
| Physikalisches Gerät | Physikalische Geräte |
| Partition | Partitionen |
| - | Physical Device |
| - | Volume Group |
| - | Logical Volume |
| Filesystem | Filesystem |
Der Vorteil liegt darin, dass nahezu beliebig viele PV in eine VG gebracht werden können, LV werden dann
darin angelegt.
Es können nachträglich sowohl weitere PV in die VG aufgenommen werden, als auch LV vergrössert werden.
Dies ist im laufenden Betrieb möglich und bei einem geeigneten Filesystem ist der gewonnene Platz
sofort sichtbar/nutzbar
Schritte zum LVM:
Statusabfragen: pvdisplay, vgdisplay, lvdisplay, df
Beim Booten: vgscan, vgchange -ay
Um eine LVM-Rootpartition überhaupt bootbar zu machen, muss eine initrd (Boot Ramdisk) verwendet werden.
SCSI-Platten: sd + Nummer der Platte als Buchstabe + Partitionsnummer
IDE-Platten: hd + Nummer der Platte als Buchstabe + Partitionsnummer
Der vollständige Name hat noch ein /dev/ vorangestellt, da es sich um ein Gerät (Device) handelt:
| /dev/sda | 1. SCSI Platte |
| /dev/hda | Master IDE Platte am primären Kanal |
| /dev/hdb | Slave IDE Platte am primären Kanal |
| /dev/hdc | Master IDE Platte am sekundären Kanal |
| /dev/hdd | Slave IDE Platte am sekundären Kanal |
| /dev/sda1 | 1. SCSI Platte, 1. Partition |
| /dev/sda5 | 1. SCSI Platte, 5. Partition |
| /dev/hda3 | 1. IDE Platte, 3. Partition |
IDE-CDROM Laufwerke werden wie Festplatten bezeichnet, haben allerdings üblicherweise keine Partitionierung.